Die diesjährige Weihnachtsweinprobe stand ganz im Zeichen der Württemberger Rotweine. Zur Auswahl standen 9 Weine, 2 Trollinger, 2 Lemberger, 4 Spätburgunder und ein Cuvee.
1. Los gings mit den Trollingern von Dautel und Rux
Beide Weine waren überraschend voll und lang aber insbesondere der Dautel war mir dann doch etwas zu Süss und mousierend. Da hat man schnell genug davon. Der gniagaled wie der Oberschwabe sagen würde.
Der Rux dagegen kam zwar mit typisch (?) heller Farbe daher, hatte aber wesentlich mehr Struktur, Länge und auch Nachhall. Der sagt zumindest mir wesentlich besser zu.
Kurzes Zwischenfazit: Die Trollinger waren wesentlich besser als es die Runde erwartet hätte sind aber wohl eher was für Lokalpatrioten, da man für's gleiche Geld in anderen Regionen mehr bekommt.
2. Die nächste Runde war den Lembergern vorbehalten
Hier muss ich erst mal meine Notizen hersuchen. Keine Ausfälle, beide waren ordentlich.
3. Dann gings zu den Spätburgundern
Der Wachstetter startet mit viel Röstaromen in der Nase und am Gaumen. Da scheint ordentlich getoastedes Holz zum Einsatz zu kommen. Ansonsten schön lang und auch typisch Spätburgunder.
Der Lämmler und Marienglas waren sich dagegen sehr ähnlich. Beides respektable Weine die aber auch einen ordentlichen Preis haben!
3. Zum Schluss und quasi ausser Konkurenz dann noch ein Cuvee Granat
Mit dem haben wir uns am schwersten getan. Mit Abstand der teuerste Wein des Abends und als 2007er auch der Wein der am trinkfertigsten sein sollte hat er uns eigentlich komplett entäuscht. Keine Ahnung wie ich's beschreiben soll aber irgendwie hat uns der Charakter gefehlt, der Wein war nett aber mehr schon nicht.
Summa sumarum muss man sagen das die Weine alle ordentlich waren aber eigentlich auch viel zu teuer für das gebotene. Für einen schönen Spätburgunder muss man nicht knapp 30 Euro ausgegeben und wenn man in anderen Regionen schaut gibts eigentlich wesentlich mehr fürs gleiche Geld.
Hat aber trotzdem Spass gemacht....