Los gings mit dem Leoville Barton. Wie erwartet merkt man dem Wein die 17 Jahre nicht an, eher kommt er so langsam in Richtung trinkreife. In der Nase viele schwarze und rote Beeren und im Mund dann schön lang und ausgewogen. Ein ausgezeichneter Wein mit angenehm wenig Alkohol.

Gleiches dann beim Ducru Beaucaillou eine komplexe Nase mit roten und schwarzen Beeren und einem schönen langen Abgang. Insgesamt dem Leoville Barton sehr ähnlich was auch nicht verwundert da beide Weingüter nahe bei einander liegen.

 

 

 

Nach den Weinen aus Saint-Julien gabs mit dem Vega Sicilia Tinto Valbuena 5° 1998 einen Schwenk nach Süden. Erwartungsgemäs ein ganz anderer Wein, auch hier kein Alter, weder in der Nase noch optisch. In der Nase und Mund dann ein sehr komplexes Bouquet mit einem ordentlichen Anteil an Sauerkirsch und schön eingebundenem Tanin. Ein sehr schöner Wein und für uns mal etwas abseits der üblichen Franzosen und Italiener.

Zum Abschluss gings dann wieder nach Norden. In die Region Mosel-Saar-Ruwer um genau zu sein. Das Weingut Egon Müller gilt allgemein als einer der weltbesten Produzenten von edelsüßen Weinen, mit der Scharzhofberger Riesling Auslese 2005 (lange Goldkapsel) hatten wir Gelegenheit einen dieser raren Weine zu probieren.
Schon die Farbe ist aussergewöhnlich, gold, orange, Farbtöne die die Kamera leider nur unzureichend wiedergibt. In der Nase dann ein überbordendes Bouquet von Limonen, Orangen, etwas Botrytis das sich auch im Mund findet und von einem nicht endenwollenden Abgang abgeschlossen wird. Ein außergewöhnlicher, meditativer Wein!